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Feldsee im Schwarzwald - Ausflug zum stillen Karsee

Torsten Graf

Torsten Graf

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23. Juni 2026

Ein idyllischer Feldsee im Schwarzwald, umgeben von bunten Herbstwäldern und dunklen Tannen.

Der Feldsee im Schwarzwald ist kein See für den schnellen Badespaß, sondern ein Ziel für Leute, die Landschaft wirklich erleben wollen: ein eiszeitlicher Karsee, umgeben von steilen Felswänden, mit klarem Wasser und ungewöhnlich viel Ruhe. Wer den Ausflug gut plant, bekommt hier eine kurze, aber sehr dichte Naturerfahrung, die sich mit einer Wanderung, einer Einkehr und einem Blick auf den Feldberg sinnvoll verbinden lässt.

Die wichtigsten Punkte zum Feldsee auf einen Blick

  • Der Feldsee liegt am Fuß des Feldbergmassivs auf rund 1.109 Metern Höhe und ist ein nahezu kreisrunder Karsee.
  • Mit etwa 360 x 380 Metern und bis zu 32 Metern Tiefe wirkt er kleiner und wilder als die bekannten Schwarzwaldklassiker.
  • Baden ist verboten, weil das Ufer empfindlich ist und der See unter strengem Schutz steht.
  • Der See ist nur zu Fuß oder mit dem Rad erreichbar; Autos fahren nicht bis ans Wasser.
  • Für einen ersten Besuch reichen oft rund 30 Minuten Abstieg vom Haus der Natur oder vom Feldberger Hof.
  • Am stärksten wirkt der See bei ruhigem Wetter, morgens oder im Herbst, wenn das Wasser fast spiegelglatt ist.

Was den See am Feldberg so besonders macht

Ich halte den Feldsee für einen der eindrucksvollsten Seen im Südschwarzwald, weil hier Form, Lage und Schutzstatus zusammenkommen. Ein Karsee ist ein See in einer von Gletschern ausgeschliffenen Mulde; genau diese Entstehung sieht man hier sehr klar, denn der See liegt unterhalb des Seebuck-Gipfels und wird von hohen Felswänden eingerahmt. Der Naturpark Südschwarzwald beschreibt ihn als den typischsten und natürlichsten Karsee der Region, und diese Einschätzung passt aus meiner Sicht ziemlich genau.

Der Unterschied zu Titisee oder Schluchsee ist schnell erklärt: Dort geht es stärker um Infrastruktur, Freizeitbetrieb und längere Aufenthalte am Wasser. Am Feldsee geht es um Landschaft, Stille und Schutz. Das Wasser ist nährstoffarm, also oligotroph - das heißt einfach: Es enthält wenig gelöste Nährstoffe und bleibt dadurch besonders klar. Zusammen mit der Höhe von rund 1.109 Metern ergibt das eine Atmosphäre, die man im Schwarzwald nicht an vielen Orten findet.

Gerade diese Klarheit macht den See so attraktiv für Menschen, die nicht nur „einen schönen Ausblick“ suchen, sondern einen Ort mit echter Eigenart. Wer damit nichts anfangen kann, wird hier vermutlich zu wenig Action finden. Wer genau das sucht, bleibt meist länger als geplant. Und genau deshalb lohnt sich im nächsten Schritt ein genauer Blick darauf, wie man am besten hinkommt.

Blick durch Bäume auf einen tiefblauen Feldsee im Schwarzwald, umgeben von dichten Wäldern und grünen Hängen.

So kommst du ohne Umwege hin

Der Feldsee ist kein Ziel, das man bequem ansteuert und dann direkt am Ufer aussteigt. Das ist auch gut so, denn die letzten Meter gehören hier zur Erfahrung. Mit dem Auto fährt man nicht bis ans Wasser; wer anreist, parkt oberhalb und geht den Rest zu Fuß oder kommt mit dem Rad weiter.

Startpunkt Realistische Gehzeit Für wen geeignet Mein Eindruck
Haus der Natur / Feldberger Hof ca. 30 Minuten Abstieg Erstbesuch, Familien, kurze Runde Die schnellste und unkomplizierteste Variante
Rinken über das Seesträßle ca. 1,5 Stunden Wanderer, die mehr Strecke und Ruhe wollen Landschaftlich schöner, aber spürbar länger
Kunzenmoos / Seebachtal ohne feste Zeitangabe, als Talvariante sinnvoll Wer die Tour mit mehr Natur und weniger Gipfeltrubel verbinden will Gute Wahl, wenn du den See nicht nur „abhaken“ möchtest

Für die Anreise mit dem Auto ist wichtig: Am Feldberg gibt es oberhalb des Sees große Parkmöglichkeiten, unter anderem am Seebuck mit rund 1.200 Stellplätzen. Das spart keine Höhenmeter, aber es vereinfacht die Logistik. Wer möglichst direkt zu Fuß starten will, nimmt die kurze Abstiegsvariante vom Haus der Natur oder vom Feldberger Hof. Wer mehr Zeit hat, wählt den längeren Zugang über den Rinken und das Seesträßle - der Weg ist dann schon Teil des Erlebnisses, nicht bloß Zubringer.

Ich plane solche Touren nicht als „Hin und zurück schnell erledigen“, sondern als kleine Halbtagesrunde. Genau dadurch bleibt der See ruhig und seine Wirkung erhalten. Was man dort sinnvoll macht und was man besser lässt, ist allerdings nicht überall gleich offensichtlich - deshalb lohnt die nächste Sektion.

Was sich vor Ort wirklich lohnt

Am Feldsee geht es vor allem um Gehen, Schauen und Zurückhalten. Der See lässt sich zu Fuß umrunden, und schon der Uferbereich bietet genug Motive für Fotos, Naturbeobachtung und eine kurze Pause. Besonders schön ist der Blick, wenn sich die Felswände im Wasser spiegeln und kein Wind die Oberfläche stört.

Praktisch sinnvoll sind vor allem diese Dinge:

  • ein kurzer Uferstopp mit Zeit für Fotos statt nur ein Vorbeigehen;
  • eine Einkehr im Raimartihof, wenn du unterwegs ohnehin eine Pause machen willst;
  • eine Kombination mit dem Seebuck oder dem Feldberg, wenn du mehr aus dem Ausflug machen möchtest;
  • eine langsame, ruhige Runde statt eines hektischen Pflichtprogramms;
  • im Winter ein Abstecher mit festem Schuhwerk und realistischem Blick auf Schnee und Eis.

Was hier nicht passt, ist der klassische Badesee-Tag. Der Feldsee ist kein Ort für Strandgefühl, Liegewiese oder Wassersport. Genau diese Klarheit macht ihn für mich glaubwürdig: Er verkauft sich nicht als Freizeitsee, sondern bleibt das, was er ist - ein geschützter Naturraum mit sehr eigenem Charakter. Wer das akzeptiert, hat meist mehr Freude daran als jemand, der am Ende doch nur eine zweite Version des Titisees erwartet.

Damit stellt sich die nächste Frage fast von selbst: Wann ist der See am schönsten, und wann ist der Besuch eher mühsam als lohnend?

Wann der Besuch am besten funktioniert

Die beste Zeit hängt davon ab, was du am Feldsee suchst. Für klare Bilder, wenig Wind und eine ruhige Stimmung sind frühe Morgenstunden fast immer die stärkste Wahl. Für Wanderungen mit mehr Kontext und guter Fernsicht sind Frühjahr, Sommer und Herbst interessant, aber nicht gleich stark.

Jahreszeit Stärken Worauf ich achten würde
Frühling Frische Luft, wenig Hitze, oft noch sehr klare Sicht Wege können nass und rutschig sein
Sommer Beste Wanderbedingungen und lange Tage Mehr Besucher, deshalb früh starten
Herbst Farbspiel im Wald, ruhige Atmosphäre, starke Spiegelungen Kühler Wind und kürzere Tage einplanen
Winter Sehr still, oft besonders eindrucksvoll im Schnee Festes Schuhwerk, Kälte und glatte Stellen ernst nehmen

Wenn ich nur einen Moment empfehlen dürfte, dann wäre es ein windstiller Vormittag im Herbst. Dann wirkt der See am geschlossensten, das Wasser am ruhigsten und die ganze Kulisse am präzisesten. Im Sommer ist die Tour leichter zu organisieren, im Winter kann sie wunderschön sein, aber eben auch deutlich anspruchsvoller. Wer sich überschätzt, verpasst am Ende den Genuss - und genau das lässt sich hier gut vermeiden.

Warum hier mehr Rücksicht nötig ist

Der Feldsee ist nicht nur schön, sondern auch empfindlich. Er liegt im Naturschutzgebiet Feldberg, also in einem Raum, in dem Schutz vor Nutzung steht. Direkt am Ufer wächst unter anderem das stachelsporige Brachsenkraut, eine seltene Pflanze, die auf sehr klare, nährstoffarme Bedingungen angewiesen ist. Schon kleine Störungen können an so einem Ort mehr ausmachen, als viele Besucher erwarten.

Darum sind die wichtigsten Regeln eigentlich leicht einzuhalten:

  • Auf den markierten Wegen bleiben und nicht ans Ufer „abkürzen“.
  • Nicht baden, auch nicht „nur kurz“, weil genau das hier verboten ist.
  • Keinen Müll hinterlassen und auch Kleinigkeiten wieder mitnehmen.
  • Rücksichtsvoll gehen und fahren, wenn du mit dem Rad unterwegs bist.
  • Den See nicht als Kulisse behandeln, sondern als Lebensraum.

Ich finde, an kaum einem anderen Ort im Schwarzwald wird so deutlich, wie sinnvoll Zurückhaltung sein kann. Der Gewinn für Besucher ist nicht geringer, wenn man sich an die Regeln hält - er ist oft sogar größer, weil der See dann seine Ruhe behält. Und genau daraus ergibt sich die beste Art, einen Besuch zu planen: nicht maximal viel in kurzer Zeit, sondern genug, um den Ort wirken zu lassen.

Wie ich einen halben Tag am Feldsee planen würde

Wenn ich heute eine kleine Tour an den Feldsee planen müsste, würde ich sie bewusst schlicht halten. Erst oberhalb parken oder ankommen, dann den kurzen Abstieg zum See nutzen, dort nicht hetzen und den Rundgang erst danach erweitern. Wer mehr Zeit hat, hängt den Seebuck oder eine Einkehr im Raimartihof an; wer weniger Zeit hat, bleibt beim See selbst und fährt mit einem klaren Eindruck wieder ab.

  1. Früh starten, bevor die großen Besucherströme kommen.
  2. Mit wetterfester Jacke, gutem Schuhwerk und etwas Wasser losgehen.
  3. Den See zunächst in Ruhe umrunden oder an einem geeigneten Punkt anhalten.
  4. Nur dann verlängern, wenn Wetter, Kondition und Tageslicht wirklich passen.
  5. Den Rückweg nicht unterschätzen, vor allem bei Nässe, Schnee oder im Dunkeln.

Für mich ist der Feldsee am stärksten, wenn man ihn nicht als Tagesattraktion überlädt, sondern als kompaktes Naturziel versteht: ruhig, geschützt und deutlich eigenständiger als die großen Schwarzwaldseen. Wer genau das sucht, bekommt hier einen sehr guten Ausflug - und meist auch den besseren Schwarzwaldmoment.

Häufig gestellte Fragen

Die kürzeste Variante ist der Abstieg vom Haus der Natur oder vom Feldberger Hof, dafür brauchst du etwa 30 Minuten. Mit dem Auto kommst du nicht direkt ans Wasser; du parkst oberhalb und gehst den Rest zu Fuß. Wer mehr Strecke und Ruhe will, nimmt den Weg über den Rinken und das Seesträßle, das dauert etwa 1,5 Stunden.

Nein, Baden ist verboten. Der Feldsee liegt im Naturschutzgebiet Feldberg, das Ufer ist empfindlich, und direkt am Wasser wachsen seltene Arten wie das stachelsporige Brachsenkraut. Deshalb soll man auf den markierten Wegen bleiben und den See nicht als Badesee behandeln.

Am besten funktioniert der See bei ruhigem Wetter, früh am Morgen und oft im Herbst, wenn die Wasseroberfläche fast spiegelglatt ist. Frühling und Sommer eignen sich gut zum Wandern, während der Winter sehr still, aber auch anspruchsvoller sein kann. Wer klare Bilder und wenig Wind will, sollte den windstillen Vormittag wählen.

Am Feldsee geht es vor allem um Gehen, Schauen und eine kurze Pause am Ufer. Sinnvoll sind ein kurzer Fotostopp, eine Einkehr im Raimartihof oder die Kombination mit dem Seebuck oder dem Feldberg. Für einen ersten Besuch reicht oft schon eine kleine Halbtagesrunde, statt den Ort zu überladen.
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Autor Torsten Graf
Torsten Graf
Mein Name ist Torsten Graf und ich schreibe seit 5 Jahren über die faszinierenden Themen Reisen, Natur und Kulinarik in Deutschland. Meine Leidenschaft für die Erkundung der vielfältigen Landschaften und kulinarischen Köstlichkeiten unseres Landes hat mich dazu inspiriert, meine Erfahrungen und Entdeckungen mit anderen zu teilen. Ich liebe es, die versteckten Schätze der Natur zu entdecken und die Geschichten hinter regionalen Spezialitäten zu erzählen. In meinen Artikeln lege ich großen Wert auf präzise und verständliche Informationen. Ich recherchiere gründlich, vergleiche verschiedene Quellen und versuche, komplexe Themen so aufzubereiten, dass sie für jeden nachvollziehbar sind. Mein Ziel ist es, die Leser dazu zu ermutigen, die Schönheit Deutschlands selbst zu entdecken und die Vielfalt unserer Kultur und Natur zu schätzen.
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