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Rheinischer Esel - entspannt wandern auf der Bahntrasse im Ruhrgebiet

Torsten Graf

Torsten Graf

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30. Juni 2026

Metallskulptur "Rheinischer Esel" am Wegesrand, daneben ein Fahrrad mit Packtaschen. Sonnenschein.

Der Rheinische Esel ist eine dieser Strecken, die man leicht unterschätzt: kein klassischer Fernwanderweg, aber ein erstaunlich vielseitiger Bahntrassenweg zwischen Dortmund, Witten und Bochum. Wer hier wandert, bekommt eine flache, gut begehbare Route mit Industriegeschichte, Stadtgrün und kurzen Abzweigungen zu lohnenden Zielen. Ich zeige, wie die Strecke aufgebaut ist, welche Abschnitte sich für einen Spaziergang oder eine längere Tour eignen und worauf ich unterwegs achten würde.

Die wichtigsten Fakten zur Route

  • Länge: rund 13 Kilometer, also gut für eine Halbtagestour.
  • Profil: weitgehend eben und damit auch für gemütliches Wandern, Familien und Einsteiger angenehm.
  • Belag: überwiegend heller Farbasphalt; ein kurzer Abschnitt bleibt wassergebunden.
  • Charakter: ehemalige Bahntrasse mit viel Ruhrgebiets- und Industriekultur.
  • Praktisch: als Streckenwanderung gut machbar, wenn du die Rückfahrt vorher einplanst.

Was den Rheinischen Esel heute ausmacht

Der Rheinische Esel ist kein naturbelassener Pfad, sondern ein Bahntrassenweg - also ein Weg auf einer ehemaligen Bahnlinie. Genau das macht ihn für Wanderer so interessant: Die alte Trasse zieht sich fast ohne nennenswerte Steigungen durch den Dortmunder Süden, Witten und Bochum-Langendreer. Wer hier läuft, bewegt sich auf einer Route, die früher Güter und Menschen verband und heute als ruhiger Grünzug zwischen Stadt und Landschaft funktioniert.

Die Historie spürt man noch an mehreren Stellen: an Brücken, an der geraden Linienführung und an den Übergängen zwischen Wohngebieten, Gärten und offenen Abschnitten. Der Name ist dabei charmant altmodisch; eine verbreitete Erklärung verweist auf schwer beladene Marktfrauen und ihren Weg zu den Märkten, auch wenn die genaue Herkunft nicht vollständig gesichert ist. Ich mag an solchen Strecken, dass sie nicht nur Bewegung liefern, sondern auch ein Stück Alltagsgeschichte sichtbar machen. Genau deshalb passt der Rheinische Esel so gut zu einem entspannten Wandertag - und der nächste Punkt ist dann die Frage, wie man ihn heute konkret nutzt.

So läuft die Strecke in der Praxis

Wie die Stadt Dortmund 2026 meldete, wurde der Weg saniert und modernisiert. Auf weiten Teilen liegt heute heller Farbasphalt, der sich angenehm und sicher läuft; nur rund 450 Meter bei Großholthausen bleiben aus Natur- und Umweltschutzgründen wassergebunden. Für Wanderer ist das ein Vorteil: Der Untergrund bleibt gut begehbar, und die Strecke wirkt gleichzeitig weniger hart als ein reiner Stadtasphaltweg.

Merkmal Was das für Wanderer bedeutet
Länge rund 13 Kilometer
Gehzeit etwa 2,5 bis 3,5 Stunden ohne lange Pausen, gemütlich eher etwas mehr
Höhenprofil weitgehend steigungsfrei, also auch für Einsteiger gut machbar
Untergrund überwiegend Asphalt, ein kurzer Abschnitt wassergebunden
Typ lineare Streckenwanderung statt Rundweg
Stärken gute Orientierung, wenig Lärm, viel Infrastruktur in Reichweite
ÖPNV an den Enden und in Witten gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln kombinierbar

Der helle Belag heizt sich im Sommer weniger stark auf als dunkler Asphalt, und die wiederhergestellte Breite von drei Metern sorgt dafür, dass Fußgänger und Radfahrer sich nicht unnötig in die Quere kommen. Für mich ist das kein Nebendetail, sondern ein echter Komfortgewinn. Ich würde die Route deshalb vor allem dann empfehlen, wenn du eine planbare Halbtagestour suchst, die ohne harte Anstiege auskommt und trotzdem genug Substanz hat. Wenn die Eckdaten klar sind, kommt die eigentlich spannende Frage: welcher Abschnitt lohnt sich für welchen Anlass?

Welche Abschnitte sich fürs Wandern besonders lohnen

Die Strecke funktioniert am besten, wenn du sie nicht nur als gerade Linie siehst, sondern in Abschnitten denkst. Zwischen Dortmund, Witten und Bochum verändert sich der Eindruck spürbar: mal dichter bebaut, mal offener, mal stärker von der alten Bahnlinie geprägt. Für mich liegt der Reiz gerade darin, dass man nicht ständig spektakuläre Aussicht braucht, um eine gute Tour zu haben.

Dortmunder Südwesten

Der Abschnitt Richtung Löttringhausen wirkt oft ruhiger und grüner als der Name vermuten lässt. Hier merkt man besonders gut, dass die Trasse als freier Korridor durch den Stadtraum läuft. Wer gerne ein paar Kilometer ohne Umwege startet, findet hier einen soliden Einstieg. Der Weg ist übersichtlich, und man kommt schnell in einen gleichmäßigen Rhythmus.

Witten als sinnvoller Wendepunkt

In Witten wird der Rheinische Esel für mich am interessantesten, weil sich hier Wandern und Industriekultur am einfachsten verbinden lassen. Ein Abstecher zur Zeche Nachtigall oder zur Muttenthalbahn ist naheliegend, wenn du aus der Streckenwanderung mehr machen willst als nur Kilometer sammeln. radrevier.ruhr ordnet den Weg sogar als Teil der RevierRoute „Schwarzes Gold“ ein - das passt, weil die Route eben nicht nur grün, sondern auch geschichtlich dicht ist.

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Bochum-Langendreer als bequemer Einstieg

Der westliche Anschluss ist praktisch, wenn du eine Tour mit klarer Rückfahr-Logik planst oder nur einen Teil der Strecke gehen willst. Gerade für Menschen, die mit ÖPNV anreisen, ist das angenehm: Du kannst an einem Ende starten, den Weg ohne Druck laufen und dich unterwegs nicht um komplizierte Schleifen kümmern. Das ist ein echter Vorteil gegenüber vielen Wald- und Höhenwegen, bei denen die Rückkehr oft der eigentliche Aufwand ist.

Wenn du nun weißt, welcher Abschnitt zu deinem Tempo passt, lohnt sich der Blick auf die konkrete Tourplanung - denn genau dort werden bei Bahntrassenwegen die meisten Fehler gemacht.

So plane ich eine Tour ohne Frust

Bei einer Streckenwanderung ist die Strecke selten das Problem, sondern die Logistik. Ich plane den Rheinischen Esel deshalb immer von hinten: Wo steige ich ein, wo komme ich raus, und wie komme ich zurück? Wenn du diese drei Punkte sauber löst, wird aus dem Weg eine entspannte Tour statt eines improvisierten Hin-und-Her.

  • Kurz und unkompliziert: 4 bis 6 Kilometer rund um einen Einstieg, ideal für einen Feierabendgang oder mit Kindern.
  • Klassisch als Halbtagestour: die gesamte Strecke mit rund 13 Kilometern, also gut für 3 bis 4 Stunden inklusive Pause.
  • Mit Kulturstopp: Weg plus Zeche Nachtigall oder Muttenthalbahn, wenn du bewusst ein Ziel einbauen willst.
  • Mit Rückfahrt per ÖPNV: besonders praktisch, wenn du nicht mit zwei Autos oder einem aufwendigen Shuttle arbeiten möchtest.

Für das Schuhwerk würde ich keine schweren Bergstiefel wählen, aber auch keine allzu weichen Sneaker. Ein stabiler Wanderschuh oder ein guter Walkingschuh passt hier am besten, weil du auf Asphalt, festem Untergrund und kurzen Naturpassagen unterwegs bist. Wasser, ein kleiner Snack und je nach Jahreszeit eine Windjacke gehören für mich ebenfalls in den Rucksack. Gerade an offenen Abschnitten merkst du schnell, dass eine flache Route nicht automatisch eine wetterleichte Route ist. Und genau dort setzen die typischen Fehler an, die ich immer wieder sehe.

Diese Fehler sehe ich auf Bahntrassenwegen immer wieder

Viele planen den Rheinischen Esel zu sportlich oder zu technisch. Dabei lebt die Strecke gerade davon, dass sie entspannt funktioniert. Wer mit falschen Erwartungen losgeht, verpasst den eigentlichen Vorteil des Weges.

  • Den Weg wie einen Bergpfad behandeln: Das Profil ist einfach, aber die Länge bleibt real. 13 Kilometer sind kein Spaziergang für nebenbei.
  • Die Rückfahrt erst vor Ort klären: Bei einer linearen Route sollte der Ausstieg vorher feststehen.
  • Zu wenig trinken mitnehmen: Auf den offenen Abschnitten und bei Sonne ist Nachschub nicht immer direkt am Weg.
  • Nur auf Naturerlebnis hoffen: Der Weg ist schön, aber eben auch urban geprägt. Wer absolute Wildnis erwartet, liegt hier falsch.
  • Radverkehr ignorieren: Fußgänger und Radfahrer teilen sich die Strecke, also lieber aufmerksam und gelassen bleiben.
  • Regennasse Abschnitte unterschätzen: Der wassergebundene Teil kann bei Nässe weicher und langsamer werden.

Wenn du diese Punkte mitdenkst, bleibt die Tour entspannt. Dann wird aus dem Rheinischen Esel eine Strecke, die man nicht nur einmal abläuft, sondern gern wieder nutzt - und genau das ist der Punkt, an dem sich auch der nachhaltige Wert der Route zeigt.

Warum sich der Weg für einen nachhaltigen Ausflug lohnt

Ich halte den Rheinischen Esel für ein gutes Beispiel dafür, wie aus vorhandener Infrastruktur ein alltagstauglicher Ausflugsweg wird. Man braucht keine neuen Schneisen, keine großen Eingriffe und keine komplizierten Erschließungen, um eine attraktive Route zu schaffen. Genau das macht Bahntrassenwege für mich so überzeugend: Sie verbinden Bewegung, Geschichte und niedrige Eingriffstiefe in einer Form, die ziemlich zeitgemäß wirkt.

  • Gute Anreise: Der Weg lässt sich an mehreren Stellen mit dem öffentlichen Verkehr kombinieren.
  • Kurze Wege für Pausen: In den umliegenden Stadtteilen findest du eher eine Bäckerei oder ein Café als eine lange Versorgungslücke.
  • Wenig Planungsstress: Das flache Profil macht die Route für unterschiedliche Fitnesslevel brauchbar.
  • Gute Kombinierbarkeit: Wer möchte, ergänzt die Tour um Industriekultur, Ruhrtal oder eine kleine Einkehr.

Für mich ist das die richtige Route, wenn man Bewegung, Geschichte und einen unkomplizierten Tag in Nordrhein-Westfalen kombinieren will. Im Frühling und Herbst läuft sie sich am angenehmsten, im Sommer eher morgens oder am späten Nachmittag. Wer eine entspannte, gut planbare Wanderung sucht, findet hier genau die richtige Mischung aus Stadt, Natur und Industriegeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Der Rheinische Esel ist rund 13 Kilometer lang und damit gut als Halbtagestour machbar. Das Profil ist weitgehend eben, deshalb eignet sich der Weg auch für Einsteiger, Familien und alle, die ohne große Anstiege wandern wollen.

Witten ist dafür der interessanteste Abschnitt, weil sich dort ein Abstecher zur Zeche Nachtigall oder zur Muttenthalbahn anbietet. Der Dortmunder Südwesten wirkt ruhiger und grüner, während Bochum-Langendreer ein praktischer Einstieg für Teilstrecken mit klarer Rückfahr-Logik ist.

Auf weiten Teilen liegt heller Farbasphalt, nur rund 450 Meter bei Großholthausen bleiben wassergebunden. Am besten passen ein stabiler Wanderschuh oder guter Walkingschuh, dazu Wasser, ein kleiner Snack und je nach Wetter eine Windjacke.

Der Rheinische Esel ist eine lineare Streckenwanderung, daher solltest du Ein- und Ausstieg vorab festlegen. Für kurze Touren eignen sich 4 bis 6 Kilometer rund um einen Einstieg, die gesamte Strecke braucht ohne lange Pausen etwa 2,5 bis 3,5 Stunden.

Der häufigste Fehler ist, die Strecke wie einen Bergpfad zu behandeln, obwohl sie zwar flach, aber mit 13 Kilometern nicht kurz ist. Außerdem solltest du genug trinken mitnehmen, den Radverkehr mitdenken und den wassergebundenen Abschnitt bei Nässe nicht unterschätzen.
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Torsten Graf
Mein Name ist Torsten Graf und ich schreibe seit 5 Jahren über die faszinierenden Themen Reisen, Natur und Kulinarik in Deutschland. Meine Leidenschaft für die Erkundung der vielfältigen Landschaften und kulinarischen Köstlichkeiten unseres Landes hat mich dazu inspiriert, meine Erfahrungen und Entdeckungen mit anderen zu teilen. Ich liebe es, die versteckten Schätze der Natur zu entdecken und die Geschichten hinter regionalen Spezialitäten zu erzählen. In meinen Artikeln lege ich großen Wert auf präzise und verständliche Informationen. Ich recherchiere gründlich, vergleiche verschiedene Quellen und versuche, komplexe Themen so aufzubereiten, dass sie für jeden nachvollziehbar sind. Mein Ziel ist es, die Leser dazu zu ermutigen, die Schönheit Deutschlands selbst zu entdecken und die Vielfalt unserer Kultur und Natur zu schätzen.
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